• Bye Bye Strohhalme

BYE BYE PLASTIK-STROHALM

Seit dem 3. Juli gilt ein europaweites Verbot von Plastik-Einwegprodukten wie Wattestäbchen, Besteck und auch Strohhalmen. Gastronomen und Händler dürfen nur noch Restposten verkaufen, dann war´s das. Wurde auch langsam Zeit, wie wir finden!

Gerade in Österreich muss ein Umdenken stattfinden. Im EU-Durchschnitt liegen nur 3 Länder (Italien, Belgien, Luxenburg) vor uns was das Plastikmüllaufkommen angeht. Auch bei der Recyclingquote sind wir unter den Schlusslichtern. Konkret bedeutet das, dass Österreich 50 Prozent mehr Plastikflaschen konsumiert als der EU-Durchschnitt.

Doch heute soll es nicht um Plastikflaschen gehen, sondern um alternativen zu den bunten Plastik-Strohhalmen. Die Stiftung Warentest hat vor kurzem schon einige essbare Trinkhalme auf ihre Schadstoffbelastung untersucht und konnte kaum nennenswerte Verunreinigungen feststellen. Auch die Stabilität wurde unter die Lupe genommen. Strohhalme aus Zucker schnitten am schlechtesten ab. Klarer Sieger waren die Produkte auf Getreidebasis.

Wir wollten uns aber selbst überzeugen und haben uns Produkte aus Glas, Edelstahl, Papier, Hartweizengrieß und Stroh genauer angeschaut.

Wir haben alle Strohhalme in kaltem Tonic Water und heißem Wasser getestet.

Glas-Strohhalm

Die durchsichtigen Röhrchen sind robust, aber nicht bruchsicher. Kälte und Wärme sind kein Problem. Ein weiterer Vorteil: Man sieht genau ob die Trinkhalme ordentlich gereinigt wurden. Zudem sind sie geschmacksneutral.

Edelstahl-Strohhalme

Die Edelstahl-Strohhalme sind sicher am langlebigsten. Das Mundgefühl ist dafür nicht so berauschend. Den leicht metallischen Geschmack dürfte einige stören. Auch bei heißen Getränken ist Vorsicht geboten, denn sie nehmen Wärme auf und das führt schnell zu einer verbrannten Zunge.

Papier-Strohhalme

Papier-Strohhalme

Trinkröhrchen aus Papier sind vermutlich jedem schonmal untergekommen. Hier stört uns eigentlich fast alles. Es sind auch Einwegprodukte. Der Papiergeschmack im Mund ist auch störend. Dazu kommt, dass die Trinkhalme sehr schnell aufweichen. In warmem Wasser sind die Röhrchen nach 5 Minuten super weich.

Bio-Strohhalme

Der Name ist Programm. Die zertifizierten Trinkhalme sind zu 100 % aus Stroh und stammen von biologisch bewirtschafteten Feldern. Bei der Hygiene wird auf eine effektive, aber ressourcenschonende Heißwassertechnik gesetzt, bevor die Strohhalme von Mitarbeitern einer integrativen Werkstatt zugeschnitten werden. Die Robustheit hat uns wirklich überzeugt. Kalten und heißes Wasser sind kein Problem. Auch nach 10 Minuten geben die Halme nicht nach. Dazu kommt, dass sie fast geschmacksneutral sind. Einziger Kritikpunkt ist der Durchmesser bei einigen Exemplaren. Aber so ist das eben mit Produkten aus der Natur. Jeder Halm ein Unikat. Übrigens kann man sich die Bio-Strohhalme auch branden lassen. So lässt sich zum Beispiel die Domain mittels Lasergravur auftragen.

www.biostrohhalme.co.at

Knusperhalme

Knusperhalme

Die Trinkhalme aus Hartweizengrieß sind in unserem Test die einzig Essbaren Röhrchen. Sie haben einen leichten Eigengeschmack und sind zuckerfrei, vegan und umweltfreundlich. Die Knusperhalme sind in 3 Wochen biologisch abbaubar. Sie sind sehr robust und weichen auch nach 15 Minuten in kaltem Tonic nicht auf. Bei warmem und heißem Wasser kommt der Hartweizengrieß aber an seine Grenze und wird schnell weich und gibt Farbe ab. In Verbindung mit einem leckeren Drink lässt sich der Knusperhalm gut essen.

www.knusperhalm.de

Unser Fazit

Von den getesteten Strohhalmen hat jeder seine Vor- und Nachteile. Wie bei fast allem also. Für uns sind die Bio-Strohhalme aus Österreich und die Knusperhalme aus Deutschland eine tolle Alternative. Glas und Edelstahl gehen natürlich auch. Auf dem letzten Platz finden sie die Papier-Strohhalme. Wir werden auch weiter die Augen offen halten und nach weiteren Produkten suchen und diese dann testen. Der Beitrag wird dann gegebenenfalls nochmal erweitert.

Quellen

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2021-10-14T16:36:48+02:0014. Oktober 2021|Allgemein, Umwelt|

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